Bild der Hochschule Rosenheim.

HOCHSCHULPROJEKTE

Wissenschaft 

Projekte mit wissenschaftlicher Beteiligung 

Wir setzen uns mit Trendthemen intensiv auseinander – beispielsweise in Projekten im wissenschaftlichen Bereich mit der Technischen Hochschule Rosenheim. Gemeinsam werden die Themen zukunftsfähig aufbereitet.

Logo des Projekts proto_lab.

proto_lab – production tomorrow laboratory

Ein fakultätsübergreifendes Team der Technischen Hochschule Rosenheim hat unter der Führung von Prof. Dr.-Ing. Oliver Kramer das Projekt „proto_lab“ ins Leben gerufen, bei dem in Kooperation mit mehreren Unternehmen (u. a. HOMAG, ifp analytics) am Beispiel der Möbelindustrie gezeigt wird, wie die Starrheit zentralistischer Unternehmensorganisation überwunden werden kann. Wir sind auch Partner des Projekts, in der Funktion des Experten im Bereich Fertigungssteuerung und -planung. Dieses spannende Projekt wird 2019 auf der ligna in Hannover, der Weltleitmesse für Maschinen, Anlagen und Werkzeuge zur Holzbe- und –verarbeitung, vorgestellt.

Mehr Informationen zum proto_lab finden Sie unter https://protolab-rosenheim.de/.

Präsentation unserer neusten Industrie 4.0 Lösung auf der ligna

Auf der diesjährigen ligna (Hannover, 27.-29.05.2019) präsentieren wir auf dem Forschungs- und Entwicklungsstand der Technischen Hochschule Rosenheim unsere neuste Entwicklung im Bereich WEIGANG.NEO. Wir zeigen ein netzwerkfähiges Plantafel-System für das Auftragsmanagement, das digitale Wireless-Technologie und analoge Arbeitsweisen auf bisher noch nicht dagewesene Weise integriert.

Entwickelt wurde dies im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt Production Tomorrow Laboratory (proto-lab) der TH Rosenheim. Die interdisziplinäre Forschergruppe unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Oliver Kramer befasst sich mit der Frage, wie sich unflexible, zentralistische Organisationsformen überwinden und durch neue Verantwortungs- und Kompetenzstrukturen mit direkter Kommunikation und Kooperation von Mensch, Maschine und Logistik ersetzen lassen. Ziel ist es dabei, eine optimale Vernetzung aller Teilnehmer am Wertschöpfungsprozess zu erreichen – von der Entwicklung über die Fertigung, Nutzung und Wartung bis hin zum Recycling. Seit geraumer Zeit sind wir Partner im proto-lab-Projekt in der Funktion des Spezialisten für die Fertigungssteuerung und -planung. Dafür wurden bereits verschiedene digitale, netzwerkfähige Plantafel-Systeme mit RFID-Technologien und eine Lösung zum optischen Erfassen von Plantafeln realisiert. Die Umsetzung aktueller Industrie 4.0-Kriterien spielt dabei eine ebenso zentrale Rolle wie die Berücksichtigung moderner Arbeits- und Organisationsmethoden – wie Scrum, agiles Arbeiten oder Design Thinking.

Georg Jahn und Prof. Dr. Oliver Kramer stehen vor der WEIGANG Tafel.

Georg Jahn und der Schirmherr des proto_labs Prof. Dr.-Ing. Oliver Kramer. 

Der Trichter taktet die Termine ein

Getauft haben wir das System auf den Namen „Trichter“, weil dieses neue Plantafel-System alle eintreffenden Kundenaufträge, ähnlich eines Trichters, aufnimmt und durchleitet. Wie dieses innovative Planungstool zur industriellen Auftragssteuerung in der Praxis funktioniert und welche digitalen Technologien dabei zum Einsatz kommt, können sich Besucher der ligna 2019 in Halle 11 live vorführen lassen. Denn hier stellt das Team des proto_labs die neue Plantafel-Lösung am Stand E86 vor.

Jochen Paul erklärt den Trichter von WEIGANG.

Jochen Paul, der Mitbegründer des proto_labs, erklärt die Funktionsweise der digitalen Plantafel von WEIGANG. 

Hybride Visualisierung in Echtzeit

Bei der neuen Trichter-Plantafel handelt es sich um ein Hybridsystem zur Auftragsverfolgung. Es bildet alle Ereignisse zugleich digital und analog ab und bietet mittels IT-, RFID- und LED-Technik einen Echtzeit-Überblick über das gesamte Prozessgeschehen – von der Auftragsannahme über die Bearbeitung in der Produktion bis zur Auslieferung. Die synchrone digitale und physische Visualisierung aller Aktionen und Stati führt zu einem erhöhten Maß an Transparenz und Effizienz.  

Die kommunikationstechnische Integration und Synchronisierung von Plantafel, Auftragstaschen, Datenbank sowie RFID-, LED-Technik (die Synchronisation erfolgt mithilfe einer Industriekamera, welche die Tafel in regelmäßigen Zeiträumen abfotografiert und in die EDV spiegelt) führt zu einer Gleichzeitigkeit in der Darstellung der Aktivitäten in den verschiedenen Prozessstufen, die einem Produktions- oder Betriebsleiter eine optimale Gesamtübersicht über die Auftragsbearbeitung bietet. Dabei spielt es keine Rolle, wo sich der Anwender gerade aufhält – am Computer oder Smartphone im Büro oder an der Plantafel in der Montage oder Fertigung. Er hat stets einen Echtzeit-Überblick über alle aktuell aktiven Aufträge und kann bei Bedarf sofort korrigierend eingreifen. Dafür wurde eigens auch eine leicht zu bedienende App entwickelt. Auf der ligna erfahren potenzielle Interessenten aus erster Hand, wie die hybride Trichter-Plantafel im Detail arbeitet und welche Technologien dahinterstecken.

Wir sind stolz auf das was wir im Rahmen des proto_lab Projektes geschaffen haben und freuen uns darauf unser NEO-Projekt der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir wurden in der Entwicklung des Trichters von verschiedenen Studenten der TH unterstützt, in Form von Bachelor- und Masterarbeiten zu unserem Thema.

Digitale Plantafel von WEIGANG.

Erleben Sie live auf der ligna wie die digitale Plantafel funktioniert.