Kanban Glossar


Ampel-Kanban

Von unten nach oben farblich in rot, gelb und grün gegliedert, visualisieren Kanban-Tafeln den Status eines Arbeitsprozesses.


Auftragssteuerung

Die Auftragssteuerung definiert die Aufgaben, die bei der Bearbeitung eines Auftrages anfallen, von der Bestellung bis zur Auslieferung.


Behälter-Kanban

Mit Hilfe von Kanban-Behältern wird der Materialfluss in der Produktion gesteuert und überwacht.


Durchlaufzeit

Zeit, die ein Auftrag oder Produkt benötigt, um den Produktionsprozess zu durchlaufen.


Fließfertigung

Produktionssystem, bei dem ein Produkt ohne Unterbrechung mittels abgestimmten, aufeinanderfolgenden Arbeitsvorgängen hergestellt wird.


Kanban

Methode der Produktionsprozesssteuerung, bei der der verbrauchende Prozess Material beim vorgelagerten Prozess „bestellt“. Daraus resultiert eine Optimierung des Materialverbrauchs.


Kanban-Karte

Diese dient als Steuerungselement und Informationsträger, welcher alle relevanten Daten für jeden Teilnehmer am Wertschöpfungsprozess enthält.


Kanban-Regeln

Die acht wichtigsten Regeln, die ein reibungslos funktionierendes Kanban-System sicherstellen.


Kanban-Tafeln

Zentrales Planungsmedium, an der Materialbedarf und -vorräte sofort erkenntlich sind und so dem Mitarbeiter die Möglichkeit bieten, Arbeitsabläufe selbst zu koordinieren.


LEAN Production

Unter LEAN Production versteht man den wirtschaftlichen und effizienten Einsatz von Produktionsfaktoren.


Pull-Prinzip

Methode zur Optimierung des Materialflusses, bei der ein Wertschöpfungsprozessteilnehmer erst dann handelt, wenn der nachgelagerte Prozess den Auftrag dazu gibt. Daraus resultieren geringere Lagerbestände.


Push-Prinzip

Produktion und Materialfluss werden zentralistisch geplant. Material und Produkte durchlaufen dabei nach der Reihe die Fertigungsstufen gemäß dieser zentralen Planung. Dadurch resultiert zwar eine höhere Lieferfähigkeit, jedoch auch eine höhere Kapitalbindung durch hohe Lagerbestände.


Regelkreis

Ein Kanban-Regelkreis besteht aus einer verbrauchenden Fertigungsstufe (Senke) und einer vorgelagerten Stufe (Quelle), die durch ein sogenanntes Pufferlager miteinander verbunden sind. Sobald die Senke Material benötigt, erhält die Quelle eine Kanban-Karte, welche den Auftrag zur Befüllung des Pufferlagers darstellt.


Supermarktprinzip

Vergleich des Kanban-Regelkreises mit einem Supermarkt. Die verbrauchende Fertigungsstufe (Senke) symbolisiert den Kunden, der Ware aus dem Supermarkt entnimmt, die vorgelagerte Stufe (Quelle) den Regalauffüller, der die Ware wieder bereitstellt.


Umlaufbestand

Bestand, der durch freigegebene Aufträge im Rahmen des Kanban-Regelkreises in den einzelnen Produktionsstufen gebunden ist.


Verschwendung

Innerhalb der Kanban-Methode gibt es sieben Arten von „Muda“ (dt. Verschwendung), die es zu vermeiden gilt. Dieses sind: Transport, Bestände, Bewegung, Wartezeiten, Überproduktion, falsche Prozesse, Fehler / Ausschuss.


Zweikreis-Kanban

Beim Zweikreis-Kanban werden zwei Regelkreise miteinander verknüpft, beispielsweise der Regelkreis „Produktion-Lager“ und „Lager-Zulieferer“.